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Performance UND Wellbeing?
8 Führungsprinzipien aus Ted Lasso – und was sie mit PERMA-Lead zu tun haben
Was auf den ersten Blick wie eine charmante Football-Komödie wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als bemerkenswertes Paradebeispiel moderner Führung.
Die US-amerikanische Comedyserie Serie „Ted Lasso“ zeigt, was viele Organisationen noch immer als Widerspruch erleben:
Als Führungskraft High Performance und echtes Wohlbefinden zu fördern schließt sich nicht aus.
Genau hier setzt PERMA-Lead an – Markus Ebners Führungsansatz auf Basis der Positiven Psychologie nach Martin Seligman.
PERMA steht für:
Positive Emotionen (ermöglicht positive Emotionen)
Engagement (fördert individuelles Engagement)
Relationships (schafft tragfähige Beziehungen)
Meaning (vermittelt Sinn in der Arbeit)
Accomplishment (macht Erreichtes sichtbar)
PERMA-Lead überträgt diese fünf Elemente gezielt in den Führungskontext.
Die folgenden 8 Prinzipien am Beispiel von Ted Lasso zeigen, wie sich diese Dimensionen konkret in Führungshandeln übersetzen lassen:
1. Engagement ermöglichen: Raum für bessere Ideen schaffen
Ted versucht nie, der klügste Mensch im Raum zu sein. Er verteilt Verantwortung, holt Expertise aktiv ein und stärkt sein Team. PERMA-Bezug: Engagement entsteht dort, wo Menschen sich wirksam erleben. Wer Ideen einbringen darf, identifiziert sich stärker mit dem Ergebnis. Probieren Sie diese Fragen konkret im nächsten Teammeeting aus:-
- „Was übersehe ich gerade?“
-
- „Wenn du an meiner Stelle wärst – was würdest du tun?“
-
- „Wie können wir diese Lösung gemeinsam noch um 10 % verbessern?“
2. Psychologische Sicherheit fördern: Nichtwissen zulassen
Gerade zu Beginn seiner Trainerrolle versteht Ted zentrale Spielregeln nicht und gibt das offen zu. Das ist kein Autoritätsverlust, sondern Führungsreife. PERMA-Bezug: Psychologische Sicherheit ist die Grundlage für Engagement, Leistung und mutige Idee. Testen Sie das bewusst im Alltag:-
- Geben Sie das nächste Mal offen zu, wenn ein Thema außerhalb Ihrer Expertise liegt: „Ich weiß es nicht – wie seht ihr das?“
-
- Fragen Sie nach Abschluss eines Projekts: „Was hättet ihr anders gemacht als ich?“
3. Beziehungen stärken: Nicht vermuten, sondern fragen um zu verstehen.
Anstatt Verhalten seiner Spieler vorschnell zu bewerten, bleibt Ted stets neugierig. Er stellt Fragen, um Motive und Hintergründe zu verstehen. PERMA-Bezug: Im PERMA-Modell steht das R für Relationships. Und hier geht es nicht um Harmonie, sondern um qualitativ hochwertige Arbeitsbeziehungen. Denn eine hohe Beziehungsqualität erhöht Vertrauen. Vertrauen reduziert defensives Verhalten. Weniger Defensive bedeutet mehr Offenheit für Feedback, Lernen und bessere Leistung. Fragen Sie in herausfordernden Situationen:-
-
- „Was ist deine Perspektive auf die Situation?“
-
- „Hilf mir zu verstehen, was dazu geführt hat.“
-
4. Positive Emotionen bewusst gestalten: Kleine Gesten mit großer Wirkung
Ob es darum geht, den Wasserdruck der Dusche für das Team zu regulieren oder zu bemerken, wenn ein Spieler ein Problem hat. Kleine Gesten echter Fürsorge haben eine große Wirkung. Sie signalisieren: Ich höre dir zu, ich sehe dich. Du bist wichtig. PERMA-Bezug: Im PERMA-Modell stehen Positive Emotionen nicht für „gute Stimmung“, sondern für kognitive Erweiterung, sprich dafür, das Denken zu erweitern. Bedeutet, Führungskräfte, die bewusst positive Mikro-Momente in Form von Anerkennung, Wertschätzung und einer positiven Atmosphäre gestalten, stärken damit die Leistungsfähigkeit des gesamten Teams. Machen Sie es konkret, z.B. durch Folgendes:-
- Fragen Sie Ihr Team zu Anfang eines jeden Quartals: „Welche kleine Sache im Arbeitsalltag nervt euch und wäre leicht zu ändern?“
-
- Setzen Sie eine dieser Rückmeldungen innerhalb von zwei Wochen um.
-
- Zeigen Sie öffentlich im Team Wertschätzung für den Beitrag: „Wir haben das angepasst, weil ihr es eingebracht habt.“
5. Meaning erzeugen: Rituale schaffen, die Verbindung stiften
Jeden Morgen bringt Ted seiner Chefin Rebecca selbstgebackenes Gebäck mit. Dabei geht es ihm nicht darum, sich bei ihr einzuschmeicheln, sondern ihr eine Freude zu machen. Er zeigt Beständigkeit, Wertschätzung und stärkt dadurch seine Beziehung zu ihr. PERMA-Bezug: Wiederkehrende, bewusste Rituale und freundliche Gesten geben dem Miteinander Struktur und Identität und schaffen Verlässlichkeit. Diese ist eine zentrale Voraussetzung für Vertrauen und Engagement. Probieren Sie Folgendes aus:-
- Führen Sie in Ihrer Teambesprechung ein 5-minütiges Ritual der Wertschätzung ein. Ein Beispiel: Laden Sie alle Teilnehmenden ein, je eine Sache zu nennen, die ein diser Woche gut gelaufen ist oder eine Sache, für die sie den Anderen danken möchte.
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- Beginnen Sie Ihre 1:1 mit der Frage: „Was ist diese Woche gut für dich gelaufen?“
-
- Senden Sie jeden Freitag eine 2-3 Zeilen Dankesnachricht an jemanden aus Ihrem Team.
6. Ehrlicher Optimismus statt Schönfärberei
Ted glaubt fest an sein Team. Aber er leugnet weder die Realität noch ignoriert er Probleme. Als das Team absteigt, beschönigt er das nicht. Er erkennt die Niederlage und den Schmerz an. Danach lenkt er das Team zurück in Richtung Zuversicht. PERMA-Bezug: Wer Niederlagen klar benennt und gleichzeitig an die Lern- und Entwicklungsfähigkeit des Teams glaubt, aktiviert Motivation statt Resignation. Eine hilfreiche Struktur in schwierigen Situationen:-
- Nicht drum herum reden, sondern die Realität klar benennen.
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- Einflussbereich definieren und Fokus auf das Lenken, was beeinflussbar oder kontrollierbar ist.
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- Vertrauen in die Fähigkeit des Teams ausdrücken.
7. Menschlichkeit zeigen, ohne Übermenschlich zu wirken
Ted macht peinliche Witze. Er kann über sich selber lachen. Er interpretiert Situationen falsch. Und er entschuldigt sich, wenn er etwas vermasselt hat. Er inszeniert keine Unfehlbarkeit und genau das macht ihn glaubwürdig. PERMA-Bezug: Authentische Führung stärkt vor allem Relationships und Engagement im PERMA-Modell. Wenn Führungskräfte Lernprozesse transparent machen, reduzieren sie Statusbarrieren und fördern eine Kultur, in der Entwicklung wichtiger ist als Recht haben. Probieren Sie Folgendes aus:-
- Teilen Sie Ihrem Team einmal im Monat einen eigenen Lernfehler mit – und was Sie daraus mitgenommen haben.
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- Bitten Sie Ihr Team aktiv um ehrliches Feedback. Und widerstehen Sie dem Impuls, sich sofort zu rechtfertigen.
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- Ersetzen Sie Perfektionsrhetorik („Ich habe alles im Griff“) durch Klarheit („Das ist komplex – wir finden gemeinsam eine Lösung“).
8. Mentale Gesundheit ernst nehmen
Eine der stärksten Handlungsstränge der Serie ist Teds Kampf mit Panikattacken. Zunächst versucht er, seine Probleme vor sich selbst und allen anderen zu verbergen, sucht aber schließlich doch professionelle Hilfe und übernimmt Verantwortung für seine Gesundheit. Anstatt an Autorität und Respekt zu verlieren, gewinnt er an Stärke, als er beginnt, sich seinem Team und der Öffentlichkeit zu öffnen. PERMA-Bezug: Gesundheit ist die Voraussetzung dafür, dass gute Führung überhaupt möglich ist. Dauerhafte Überlastung untergräbt stattdessen systematisch alle fünf PERMA-Dimensionen. Positive Emotionen werden weniger, Engagement nimmt ab, Beziehungen werden konfliktreicher, Sinn wird infrage gestellt,Zielerreichung wird kurzfristig erzwungen, langfristig aber geschwächt. Versuchen Sie behutsam und bewusst:-
- Sprechen Sie nicht nur über Performance-Ziele, sondern regelmäßig auch über Energielevel und Belastung im Team. Ermutigen Sie Ihr Team, Überlastung rechtzeitig zu kommunizieren. Geben Sie selber Überbelastung offen zu: „Diese Woche war sehr intensiv, ich merke das selbst und eine Pause wird uns gut tun.“
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- Machen Sie Regenerationsmöglichkeiten sichtbar und ermutigen Sie Ihr Team und sich selbst dazu, regelmäßige Pausen zu nehmen, Fokuszeiten zu blocken und klare Grenzen zu ziehen.
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- Unterstützen Sie mentale Gesundheit nicht nur über Policies, sondern durch Ihr eigenes Verhalten.
Fazit: Performance UND Wellbeing sollten gemeinsam gedacht werden
Positive Emotionen, Engagement, Beziehungen, Sinn und Zielerreichung sind keine isolierten Faktoren.
Sie wirken systemisch zusammen.
Die Serie Ted Lasso illustriert was moderne Führungsforschung belegt:
Performance entsteht dort,
wo Menschen sich sicher, gesehen und wirksam fühlen.
Performance und Wellbeing passieren nicht zufällig.
Sie sind das Ergebnis bewusster Führung.
💌 Wenn Sie positive (Selbst-)Führung in Ihrer Organisation strategisch verankern möchten, sprechen Sie mich gerne an!